Angebotspräsentation erstellen: 8 Folien, die zu einer Antwort führen

Ein gutes Angebot handelt vom Kunden, nicht von dir: sein Problem, deine Lösung, Belege, der Preis und ein klarer nächster Schritt. Aufbau und Beispiele.5 Min. LesezeitJamPres-Team

Was eine Angebotspräsentation von einer E-Mail unterscheidet

Ein Angebot wird selten nur einmal oder nur von einer Person gelesen. Dein Ansprechpartner leitet es an seine Chefin weiter, die Chefin an die Finanzabteilung, und alle öffnen es ohne dich. Eine Angebotspräsentation muss deshalb von selbst erklären, was du anbietest, was es kostet und wie es weitergeht.

Die wichtigste Regel: Das Angebot handelt vom Kunden, nicht von dir. Auf den ersten Folien stehen sein Problem und wie du es löst. Firmengeschichte, Mission und Auszeichnungen zählen erst, wenn der Kunde verstanden hat, warum er dich braucht.

Kalte und warme Angebote

Ein kaltes Angebot geht an jemanden, mit dem du noch nicht gesprochen hast. Es ist kürzer, das Problem des Kunden musst du aus seiner Branche erschließen, und sein Ziel ist kein Abschluss, sondern ein Termin oder ein Anruf.

Ein warmes Angebot verschickst du nach einem Gespräch. Es kann und sollte die Worte des Kunden aufgreifen: seine Zahlen, Fristen, Sorgen. Je näher deine erste Folie an dem ist, was der Kunde im Termin gesagt hat, desto ernster nimmt er das Angebot.

Der Aufbau in 8 Folien

  1. Titel. Der Name des Kunden, sein Ziel und dein Angebot in einem Satz: „Tägliche Reinigung der 18.000 m² im Orion Plaza zum festen Monatspreis“.
  2. Das Problem des Kunden. Die Lage und der Schmerz, in den Worten des Kunden. Gab es Zahlen – Beschwerden, Ausfälle, Verluste –, gehören sie hierher.
  3. Lösung. Was du tun wirst und wie das das Problem löst. Drei Punkte in Spalten lesen sich schneller als ein Absatz.
  4. So läuft es ab. Phasen, Zeitplan, wer wofür verantwortlich ist. Ein Schema mit drei bis fünf Schritten beantwortet die Frage „Was passiert nach der Unterschrift?“.
  5. Belege. Eine Fallstudie mit einem ähnlichen Kunden und einem Ergebnis in Zahlen, kurze Kundenstimmen, Logos. Ein starker Fall reicht.
  6. Preis. Zwei oder drei Varianten mit dem, was jeweils enthalten ist. Markiere eine als Empfehlung.
  7. Konditionen. Fristen, Zahlung, Garantien und das Datum, bis zu dem das Angebot gilt.
  8. Nächster Schritt. Eine Handlung – ein Termin, eine Besichtigung, ein Probemonat – und ein Kontakt oder ein Anfrageformular direkt auf der Folie.

Wie du den Preis zeigst

Wegen der Preisfolie öffnet man ein Angebot ein zweites Mal – versteck sie also nicht. „Preis auf Anfrage“ in einem Angebot, das der Kunde selbst angefordert hat, wirkt, als würdest du lieber nicht über Geld reden.

  • Zwei oder drei Varianten. Zwischen Varianten zu wählen fällt leichter als ein Ja oder Nein zu einem einzigen Preis.
  • Was enthalten ist. Eine kurze Liste unter jedem Preis: was der Kunde für sein Geld bekommt.
  • Preisangabe. Währung, Zeitraum (pro Monat, pro Projekt), netto oder brutto.
  • Gültig bis. Ein Datum, bis zu dem der Preis gilt – ein ehrlicher Grund, rechtzeitig zu antworten.

Wie du ein Angebot an den Kunden anpasst

Du kannst mit einer festen Vorlage arbeiten, aber drei Dinge ändern sich bei jedem Kunden: der Titel mit seinem Namen und Ziel, die Folie mit dem Problem und die Fallstudie, die du auswählst. Sind viele Kunden aus derselben Branche, mach eine Version pro Branche – Fallbeispiel und Formulierung des Problems unterscheiden sich.

Häufige Fehler

  • Fünf Folien über dein Unternehmen, bevor das erste Wort über den Kunden fällt.
  • „Preis auf Anfrage“ oder der Preis nur in einer separaten Datei.
  • Mehrere nächste Schritte auf einmal: „Rufen Sie an, schreiben Sie uns, besuchen Sie unsere Website, abonnieren Sie den Newsletter“.
  • Ein schwerer Anhang, der sich auf dem Smartphone nicht öffnet.
  • Keine Rückmeldung: Du weißt nicht, ob das Angebot geöffnet wurde oder ob jemand bis zum Preis gekommen ist, und fasst blind nach.

So geht es in JamPres

Öffne eine neue Präsentation mit „Verkaufsangebot“ unter „Wofür“ – der Button unten öffnet sie genau so. Füg ein, was du über den Kunden und das Angebot weißt: das Problem, die Lösung, die Phasen, Preise, Ergebnisse früherer Kunden. Bei diesem Zweck folgt die Gliederung der Geschichte eines Angebots: Lage und Bedarf des Kunden, was du anbietest, wie es abläuft, Belege, Preis und Konditionen, der nächste Schritt. Der Standard-Ton ist „Überzeugend“.

Wähle in der Gliederung für jede Folie ein Layout – „Preise“, „Fallstudie“, „Kundenstimmen“, „Tabelle“. Kundenstimmen schlägt die Gliederung nur vor, wenn dein Text jemanden zitiert: Das Modell erfindet keine. Preise und andere Zahlen auf den Folien stammen nur aus deinem Text, und ein zweites Modell gleicht die fertigen Folien mit der Quelle ab. Im Schritt „Stil“ stehen die Vorlagen, die zu Angeboten passen, ganz vorn.

Schalte im Schritt mit der Gliederung „Anfrageformular hinzufügen“ ein – das Formular kommt auf die letzte Folie: Name und E-Mail, ein Button und die Einwilligung zur Datenverarbeitung. Anfragen kommen per E-Mail und im Tab „Anfragen“ an. Formulare nehmen Anfragen ab dem Tarif Base an.

Nach „Veröffentlichen“ bekommt das Angebot seinen Link. Hast du ohne Anmeldung gearbeitet, speichere es zuerst: Anmeldung per E-Mail, ohne Passwort. Außerdem nützlich:

  • Als Website. Derselbe Link öffnet sich als Folien oder als Landingpage aus denselben Folien – der Schalter „Wie sie gezeigt wird“ auf der Seite der Präsentation. Praktisch, wenn der Kunde auf dem Smartphone schaut.
  • Wer es geöffnet hat. Zugang per „E-Mail“ (ab dem Tarif Base): Der Kunde gibt vor dem Ansehen seine E-Mail-Adresse an, und die Analyse zeigt, wer zugesehen hat und wie weit er gekommen ist. Wie du diese Zahlen liest, steht im Ratgeber Präsentation tracken.
  • Eine E-Mail zu den Aufrufen. Ein paar Stunden nach den ersten Aufrufen schreibt dir JamPres, wie oft das Angebot geöffnet wurde – mehr dazu im Hilfeartikel E-Mails zu Aufrufen.
  • Die Frist des Angebots. Im Editor findest du unter „Weitere Blöcke“ einen „Countdown“ – Tage, Stunden und Minuten bis zu dem Datum, an dem der Preis nicht mehr gilt.
  • Änderungen nach dem Versand. „Veröffentlichung aktualisieren“ ändert die Seite unter demselben Link: Der Kunde sieht immer die neueste Version.

Beschreib den Kunden, sein Problem und dein Angebot – die Gliederung steht in wenigen Sekunden.

Angebot erstellen

Fragen

Wie viele Folien sollte eine Angebotspräsentation haben?

Meist 8–12. Ein kaltes Angebot ist kürzer, 5–7 Folien: Es soll einen Termin bringen, nicht verkaufen.

PDF oder Link?

Ein Link, solange der Kunde nicht ausdrücklich eine Datei will: Du kannst ihn nach dem Versand korrigieren, er öffnet sich auf dem Smartphone, und du siehst, ob er geöffnet wurde. In JamPres lädst du PDF in jedem Tarif herunter, PowerPoint ab dem Tarif Base.

Gehört in das erste Angebot schon ein Preis?

Wenn der Kunde das Angebot angefordert hat, ja – zumindest ein Einstiegspreis und was er abdeckt. Ein kaltes Angebot kann den Preis weglassen, dann sollte der nächste Schritt aber ein Gespräch darüber sein.

Weitere Ratgeber

Beschreib dein Angebot – wir bauen die Präsentation

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